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"Glänzende Zeugnisse des Glaubens"                              Das evangelische Patronatssilber Hessens

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Gegründet von den hessisch-thüringischen Landgrafen, wird Homberg urkundlich erstmals 1231 als Stadt bezeichnet. Die Hohenburg, die Burg über Homberg, gab der Stadt den Namen. Landgraf Konrad und seine Nachfolger förderten die Stadt aus strategisch-militärischen Gründen, um ihre Herrschaft gegenüber dem benachbarten Fritzlar unter der Herrschaft der Erzbischöfe von Mainz zu stärken. Zudem war Homberg wichtiger Kreuzungspunkt der Straße von Frankfurt nach Leipzig und der von Fritzlar nach Hersfeld.

Schon 1231 wird zwischen einer Altstadt als Oberstadt und der sogenannten „Freiheit“ als Unterstadt unterschieden. Letztere war von 1356-1536 ein selbstständiger Ort mit eigenem Bürgermeister, eigener Verwaltung und eigener Kirche. 1269 gründeten Prämonstratenserinnen in Homberg ein Stift, das Kloster St. Georg. Ein starker Mauerring aus heimatlichem Basalt und 15 Türme sollten die Stadt sichern.

Nach der Pest von 1346-1349 und trotz vier Bränden, die Homberg verwüsteten, erholte sich die Stadt immer wieder schnell. Wollhandel und wollverarbeitende Berufe machten den Ort durchaus wohlhabend, erkennbar auch an den seit Mitte des 14. Jahrhunderts gegründeten Zünften und dem Bau der gotischen Stadtkirche St. Marien im Jahr 1340.

Wegen seiner guten Erreichbarkeit fanden im 16. Jahrhundert sechs Landtage der hessischen Stände in der Stadtkirche statt. Höhepunkt der Geschichte für Homberg ist die von Landgraf Philipp dem Großmütigen vom 20. – 22. Oktober 1526 einberufene „Homberger Synode“, auf der die Einführung der Reformation in Hessen beschlossen wurde.

Auch im 30jährigen Krieg wurden Burg und Stadt1636 und 1640 fast vollständig zerstört. die Burg ist seitdem Ruine. Homberg war von 1783 bis 1831 Sitz des freiadligen Damenstifts Wallenstein. 1814 Amt, ab 1821 Kreis- und Justizamt Homberg, wurde die Stadt nach Annexion des Kurfürstentums Hessen-Kassel durch Preußen 1867 Sitz der preußischen Kreisverwaltung und eines Amtsgerichtes. Infolge der Zusammenlegung der Kreise Homberg und Fritzlar zum Kreis Fritzlar-Homberg verlor die Stadt 1932 den Sitz der Kreisverwaltung. Im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform wurde Homberg 1974 Kreisstadt des neuen Schwalm-Eder-Kreises. Seit dem 1. Januar 1977 lautet der amtliche Name Homberg (Efze).1, 2, 3

 

Form und Ausführung der von den Homberger Goldschmieden angefertigten Kelche sind an dem dominierenden reformierten Kelchtyp Kassels der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts orientiert.

 

Anmerkungen

1. Homberg (Efze), Stich von Matthäus Merian 1655.

2. Wappen: Von Unbekannt - Eigenes Werk, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3478079.

3. https://de.wikipedia.org/wiki/Homberg_(Efze).

 

 

 

Beschauzeichen von Homberg/Efze

Die Goldschmiede von Homberg/Efze - Lebensdaten und Werke
Tabelle mit den vollständigen Lebensdaten der Goldschmiede von Homberg/Efze ab 1600 - einschließlich der Abbildung ihrer bekannten Werke.
Tabelle Homberg mit Lit.-Verzeichnis.pdf
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© Dr. Dr. Reiner Neuhaus